Das Verputzen von Außenwänden ist ein sehr wichtiger und integraler Bestandteil beim Bau oder bei der Sanierung eines Hauses. Die Dauerhaftigkeit und das Aussehen der WDVS-Fassade und der Komfort der Gebäudenutzer hängen von der korrekten Ausführung der Arbeiten ab.    

Bei der Ausführung von Außenputzarbeiten müssen einige wichtige Grundsätze beachtet werden. So wird sichergestellt, dass die Fassade ästhetisch ansprechend und dauerhaft ist. Denken Sie daran, dass bei der Fertigstellung eines neu gebauten Hauses mit den Verputzarbeiten erst nach der Setz- und Schwindperiode der Wände begonnen werden kann, d. h. optimalerweise 3-6 Monate nach Abschluss des Rohbaus. Das Verputzen von Wänden überlässt man am besten einem professionellen Verputzerteam, aber es lohnt sich immer zu wissen, worauf man achten muss.

1. Verwenden Sie die richtigen Produkte

Alle zum Verputzen verwendeten Materialien müssen mit dem CE-Zeichen, das die Einhaltung der harmonisierten technischen Spezifikation bestätigt, oder mit dem „DIN”-Bauzeichen, das die Einhaltung der nicht harmonisierten deutschen Norm und der nationalen technischen Bewertung bestätigt, gekennzeichnet sein. Außerdem ist es wichtig, das Mindesthaltbarkeitsdatum auf jeder Verpackung zu überprüfen. Es lohnt sich auch zu überlegen, welche Art von Putz verwendet werden soll. Der Markt bietet verschiedene Arten von Mineral-, Acryl-, Silikat-, Silikon- und anderen Putzen. Die örtlichen Witterungsbedingungen und die Gefahr der Moosbildung sind ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Materials. Es wird empfohlen, Produkte zu verwenden, die einen Anti-Pilz-Wirkstoff in ihrer Zusammensetzung haben. Die Putzmischung muss in voller Übereinstimmung mit dem Projekt und den technischen Spezifikationen ausgewählt werden. Die Empfehlungen auf der Verpackung des Putzes müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Aus Garantiegründen ist es ratsam, die Produkte so auszuwählen, dass die aufeinanderfolgenden Putzschichten, insbesondere diejenigen, die aufeinander einwirken, von einem Hersteller stammen.

 

2. Arbeiten Sie unter geeigneten Witterungsbedingungen

Das Verputzen von Außenwänden wird bei einer Temperatur von mindestens +5°C durchgeführt. Bei niedrigeren Temperaturen kann der Putz einfrieren, was zu ungleichmäßiger Trocknung und Verfärbung führt. Auch eine zu hohe Temperatur ist ungeeignet. Vermeiden Sie das Verputzen bei Temperaturen über +25°C, da die Wände dann trocken und aufgeheizt sind. Unter solchen Bedingungen trocknet der Putz schnell „unter der Kelle” und erschwert das richtige und gleichmäßige Herausarbeiten (Reiben) der Struktur. Dies führt zu Flecken und Verfärbungen auf der Fassadenoberfläche, die nicht entfernt werden können. Daher ist es ratsam, bei der Anwendung des Produkts Schattennetze zu verwenden. Es ist auch ratsam, Außenwände nicht bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit zu verputzen, da dies zu Verfärbungen und langen Aushärtungszeiten des Putzes führt und er außerdem seine Festigkeit verliert.

 

3. Den Untergrund richtig vorbereiten

Das Verputzen von Wänden erfordert eine gute Vorbereitung des Untergrunds. Die Außenwand sollte eben, trocken und staubfrei sein – wenn der Putz auf einer feuchten Oberfläche aufgetragen wird, löst er sich ab. Wichtig ist auch, dass der Untergrund frei von Ausblühungen sowie von Rissen und Sprüngen ist. Deshalb müssen alle Unebenheiten und Verschmutzungen vor Beginn der Arbeiten beseitigt werden.

 

4. Die Zwischenschichten wie empfohlen auftragen

Sofern vom Hersteller nicht anders empfohlen, sollte der Untergrund für den Putz grundiert werden. Die Grundierung hat die Aufgabe, die Haftung zwischen den Schichten zu erhöhen und die Saugfähigkeit des Untergrunds zu regulieren. Die Wahl der Grundierung sollte nur auf der Grundlage der Anweisungen des Putzherstellers getroffen werden – Informationen dazu sollten im Produktdatenblatt enthalten sein. Geschwächte oder abplatzende Putzuntergründe sollten mit einer Tiefengrundierung und bei zu hoher oder ungleichmäßiger Saugfähigkeit mit einer Dispersionsgrundierung gefestigt werden.

 

5. Spachtelmasse nach den Anweisungen des Herstellers anrühren

Eine unsachgemäße Vorbereitung des Materials kann zu einem ungleichmäßigen Aussehen der verputzten Flächen führen. Es ist nicht ratsam, dem zubereiteten Mörtel oder der Putzmasse Zusätze beizumischen, die nicht vom Hersteller vorgesehen sind, z. B. Zusätze, die das Abbinden beschleunigen oder verzögern oder den Gefrierpunkt des Zugabewassers herabsetzen. Dies stört die Aushärtung des Materials und ist an Verfärbungen an der Oberfläche zu erkennen. Trockenmischungen sind mit sauberem Wasser in der vom Hersteller empfohlenen Menge anzurühren. Dabei die gleiche Menge Wasser zu den aufeinanderfolgenden Putzpartien hinzugeben. Mischen Sie die Fertigmischungen sorgfältig mit einem langsam laufenden Rührwerk, um ein Aufschäumen des Materials zu vermeiden. Die Aufrechterhaltung der homogenen Konsistenz des zubereiteten Materials wird durch den Einsatz von Schneckenputzmischern gewährleistet.

 

6. Die Baustelle sauber halten

Es ist auch wichtig, dass das Wasser, die Werkzeuge und die Behälter sauber sind. Andernfalls gelangen Verunreinigungen beim Mischen und Verputzen in die Putzmischung und verbleiben an der Fassade.

 

7. Den Mörtel sorgfältig auftragen

Der Putz wird am besten mit einer großen Edelstahlkelle aufgetragen (die Verwendung von normalem Kohlenstoffstahl kann zu Rostflecken oder Schlieren auf dem Putz führen). Dünnbettputz wird in einer Schicht aufgetragen, deren Dicke die Dicke des Putzkorns nicht überschreiten sollte, und dann mit einer Kunststoffkelle, einem Schwamm oder einem Filz (je nach gewünschter Struktur des Putzes) geglättet. Denken Sie daran, große und ebene Flächen in einem Arbeitsgang zu verputzen.

 

8. Frisch aufgetragenen Putz schützen

Nach Abschluss der Verputzarbeiten sollte der Putz mit einem Schutznetz geschützt werden. Die ersten 24 Stunden sind für den Abbindeprozess des frischen Putzes von großer Bedeutung. Zu viel Sonne oder Niederschlag können diesen Prozess empfindlich stören.

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